Winterfit mit Hund

Endlich hat der Winter es doch nach Tirol geschafft! Überall liegt Schnee und zwischendurch wagt sich auch die Sonne wieder heraus. Perfekte Bedingungen für tolle Winterfotos! Aber ein paar Dinge sollte man da doch beachten – nicht nur beim Fotoshooting!
So schön der Schnee auch ist, meist bringt er kühle Temperaturen mit sich. Im Moment sogar eisige minus 20 Grad. Da ist nicht nur dem Fotografen kalt sondern auch dem vierbeinigen Model! Hier ein paar Tipps wie du deiner Fellnase Spaziergänge und auch Fotoshootings bei diesen Temperaturen angenehmer gestalten kannst:

Pfotenpflege
Den Pfoten sollte bei dieser Wetterlage besondere Beachtung geschenkt werden. Im Normalfall sind die Pfoten und Ballen eines Hundes sehr robust. Trotzdem sollte man sie regelmäßig kontrollieren und vor Kälte, Eis und vorallem Salz schützen.
In den Haaren zwischen den Ballen können sich Schnee und Eis sammeln und unangenehm werden und sogar zu Verletzungen führen. Es empfiehlt sich, lange Haare zu kürzen. Solltest du dich selbst nicht darüber hinausssehen, kannst du dies beim Tierarzt oder Hundefrisör machen lassen.
Um die Ballen vor Salz zu schützen kannst du sie einschmieren. Oft wird Vaseline dafür empfohlen. Wenn man sich aber auf Wikipedia durchliest, wie Vaseline zusammengesetzt ist, wird einem klar, dass dies nicht die optimale Lösung sein kann. Ich persönlich bin ein Freund von Naturprodukten, wie zum Beispiel diese Bienensalbe.
Nach dem Spaziergang sollten die Pfoten gewaschen werden. Aber bitte nicht zu warm. Pfoten sind gut mit Nerven durchzogen und empfindlich für Temperaturänderungen. Lieber lauwarmes Wasser verwenden. Sollte deine Fellnase sich nicht gerne bei den Pfoten anfassen lassen, kannst du ihm auch ein Fußbad anbieten, statt sie mit dem Duschkopf abzubrausen.
Im Handel gibt es auch Pfotenschuhe zu kaufen. Damit spart man sich, das Haare schneiden, eincremen und abspülen. Es sollte aber ungedingt auf eine gute Passform geachtet werden. Man sollte aber den Hund langsam an die Schuhe gewöhnen und das Anziehen und damit gehen positiv aufbauen.

Fellpflege
Den besten Schutz gegen Kälte hat der Hund von Natur aus immer dabei: sein Fell. Aber nur ein gut gepflegtes Fell bietet die optimale Wärmeisolation. Daher sollte man seinen Vierbeiner regelmäßig mit geeigneten Bürsten pflegen.
Bei alten, jungen, kranken oder Hunden ohne Unterwolle empfiehlt sich ein Hundemantel. Er schränkt zwar die Bewegung ein, aber wenn das Tier richtig daran gewöhnt wird, stört der Mantel kaum, eine gute Passform vorausgesetzt.

Magen und Darm
Viele Hunde fressen liebend gerne Schnee. Wenn sie keinen empfindlichen Magen haben, ist das auch nicht weiter bedenklich. Anders sieht es mit Streusalz aus. Es sollte unbedingt vermieden werden, dass die Fellnase Schnee neben gesalzenen Wegen frisst. Beziehungsweise sollte nach einem Spaziergang auf solchen Wegen die Pfoten abgewaschen werden, um ein Aufnehmen beim Abschlecken zu verhindern. Am Besten ist es natürlich, gesalzene Wege generell zu meiden – sofern möglich!
Die Frage ob ein Hund im Winter anders ernährt werden muss, ist nich eindeutig zu beantworten. Während große Hunde mit langem Fell gut isoliert sind, benötigen kleine, kurzhaarige Vertreter ihrer Art durchaus mehr Energie um den Wärmehaushalt zu regulieren und sollten dementsprechend etwas mehr im Napf finden.

Spaziergänge
Es gibt Wuffs die lieben es stundenlang durch den Schnee zu toben und es gibt welche, die gehen genau bis zur nächsten Wiese und wollen dann wieder heimgetragen werden. Du solltest daher Spaziergänge immer an deinen Hund anpassen und auf die Signale achten, die du von deinem Begleiter erhälst. Bei Zittern, Pfotenheben beziehungsweise Weigerung den Spaziergang fortzusetzten, sollte dieser auch abgebrochen werden.
Für den Vierbeiner ist es bei diesen Temperaturen einfacher, wenn er frei laufen darf. Hier kann der Hund selbst entscheiden, in welchem Tempo er unterwegs ist und so seinen Wärmehaushalt regulieren. Ich weiß, dass dies gerade in Tirol nicht überall möglich ist beziehungsweise viele Hunde passionierte Jäger oder nicht abrufbar sind und es somit unmöglich ist, diese von der Leine zu lassen. Eine Alternative wären hier Hundeauslaufzonen oder Schleppleinen.
Wenn man es dann doch geschafft hat, mit dem Hund einen Spaziergang zu absolvieren und mit dem Auto unterwegs ist, sollte man den Hund gut abtrocknet. Eine Decke hilft der Fellnase sich schneller wieder aufzuwärmen. Gut gemeint, aber leider nicht zielführend ist es, dass Auto stark zu heizen, vorallem weil der Hund sich nicht an einen kühleren Ort legen kann.
Weil wir gerade beim Thema Auto sind: denk bitte nach, ob es nicht ab und zu besser ist, den Hund daheim zu lassen. Während du einkaufen bist und dein Hund im Auto wartet, kühlt es dort stark ab. Der Bewegungsradius ist sehr eingeschränkt und es fällt dem Hund schwer, seine Körpertemperatur auf dem nötigen Level zu halten. Das selbe gilt für Wartezeiten vor Läden. Das Warten auf dem kalten Asphalt kann zum Beispiel zu Blasenentzüdungen führen. Generell sollte ein Hund bei diesen Temperaturen nicht zu lange draußen warten müssen.

Erkennbarkeit
„Lichtfahrer sind sichtbarer“ – dies gilt auch für Hunde. Gerade in dieser Jahreszeit wird es schnell dunkel und oft ist es auch tagsüber recht trüb. Reflektierende Brustgeschirre, Leinen und Mäntel oder selbstleuchtende Bänder sorgen dafür, dass euer Liebling schon von weitem gut erkennbar ist.

Vergiss nicht, dich selbst auch gut gegen die Kälte zu schützen. Dein Liebling hat nichts davon, wenn er bestens geschützt ist und dann auf seine Spaziergänge verzichten muss, weil Herrchen oder Frauchen krank daheim liegt.

Ich hab übrigens noch freie Termine für Schneeaktion-Fotoshootings! Mehr Infos & Preise auf Anfrage über mein Kontaktformular.

Assistenzhund Ylvi tobt gerne im Schnee
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